Baumpolitik im Flecken Ottersberg

_OM_7906Was unterscheidet die Grünen von den anderen Parteien?

Die Politikverdrossenheit der Bevölkerung nimmt immer mehr zu und ich kann das gut verstehen. Man braucht einen sehr langen Atem um politisch etwas zu bewegen und sehr viel Idealismus. Die Ergebnisse dieser Arbeit sind, gemessen am Aufwand, sehr gering und für die Wählerinnen und Wähler manchmal nicht mal erkennbar bzw. der Weg dahin nicht nachvollziehbar. Die Parteien schreiben sich alle die gleichen Themen auf die Fahnen und haben damit kaum noch eigene Profile.

Und dennoch, sie unterscheiden sich eben doch. Ich hatte in der letzten Legislaturperiode den Vorsitz des Umweltschutz- und Landschaftspflegeausschusses. Ein Thema, das uns dort immer wieder begleitete waren die Bäume im Flecken Ottersberg.

Am Anfang stand der Ausspruch des Bürgermeisters: Angela, ich weiß gar nicht was du hast, der Baum ist jetzt ab und da kann man nichts mehr machen! Wohl wahr, da konnte man nichts mehr machen. Aber in Zukunft….

Wir haben dafür gekämpft, dass

  •  in jedem neuen Baugebiet als erstes die Bäume erfasst und schutzwürdige Bäume nicht gefällt werden.
  • nach und nach ein Baumkataster erstellt wird. Sobald Pflegemaßnahmen erforderlich sind, bekommt jeder gemeindeeigene Baum eine Nummer und wird erfasst.
  • die Baumschutzverordnung im Fischerhuder Ortskern beachtet wird. Bäume ab einem Umfang von 65 cm in einem Meter Höhe dürfen nicht gefällt werden.
  • ein unabhängiger Baumgutachter eingeschaltet wird, wenn ortsbildprägende Bäume erkrankt sind.
  • genügend Ersatzpflanzungen vorgenommen werden.
  • die Bauhofmitarbeiter geschult werden, Baumpflegemaßnahmen selbstständig durchzuführen und bei Neueinstellungen auf diese Qualifikation Wert gelegt wird.

Und genau an dieser Stelle merkt man die Unterschiede und wer etwas wirklich aus innerster Überzeugung tut.

Angela Hennings
Dipl.-Ing. Umwelttechnik