Archiv des Autors: Ludwig Schwarz

Bündnis 90/ Die Grünen wenden sich entschieden gegen geplante seismographische Messungen im Zuge von möglichen Erdgasbohrungen im Flecken Ottersberg.

Nachdem nunmehr die DEA ihre Ankündigungen zu weiteren seismographischen Messungen für künftige Erdgasbohrungen auch entlang einer Messstrecke zwischen Quelkhorn bis hin zum Wohngebiet Ottersberg Bhf. beginnen will, stellen wir vom Vorstand des OV Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen und auch von Seiten der Fraktion im Gemeinderat Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen eindeutig klar, dass solcherart Planungen und deren Umsetzungen den entschiedenen Widerstand unseres Vorstandes und unserer Fraktion hervorrufen. Wir lehnen jegliche Anbahnungen zu seismographischen Messungen ab, welche ja im Übrigen auch nicht so ganz „Ohne“ sind, denn da fährt ja schweres Gerät auf, welche nicht nur Risse in umliegenden Gebäuden hervorrufen können, sondern auch regelrechte Erdbeben, wie bereits in Völkersen geschehen, und auch um die in Folge geplanten tatsächlichen Bohrungen zu unterbinden. Die Gemeinde des Flecken Ottersberg hat sich bereits klar gegen Messungen auf gemeindeeigenen Straßen und Flächen ausgesprochen. Die Kreisstraßen jedoch unterliegen diesem Beschluss nicht! Und auch private Grundstückseigner sollten nunmehr für sich eine deutliche Entscheidung treffen, ob sie dieses damit verbundene Risiko auf sich nehmen und verantworten wollen? Darüber hinaus ist es ja einfach auch in der Sache nicht zu verstehen, und auch keinesfalls nachzuvollziehen, wem eine solche Erdgasförderung hier in der Region eigentlich nutzt. Wir stellen uns an die Seite der direkt betroffenen Menschen, aber auch aller, welche sich Sorgen machen, um das künftige Wohlergehen unserer Kinder und Enkelkinder. Die Spätfolgen derartiger Bohrungen kann niemand, auch nicht das Landesamt für Bergbau und Energie ausschließen. Es kann in Folge nicht nur zu Rissen in Gebäuden durch Erdbeben kommen, sondern vor allem eine mögliche, nicht auszuschließende Kontaminierung des Grundwassers bleibt als Gefährdung über Jahrzehnte erhalten. Dies zieht erhebliche Gesundheitsgefährdungen für die hier lebenden Menschen nach sich, und die Umweltschäden daraus sind heute noch nicht abschätzbar. Da es keinerlei zwingende Notwendigkeit gibt, in unserer Region nach Erdgas zu bohren und dieses zu fördern, denn der Bedarf ist auf Jahrzehnte hin sichergestellt, und sollte perspektivisch ohnehin in Richtung der Verwendung erneuerbarer Energien gehen, sehen wir außer einer hohen Gefährdung keine tragfähigen Aspekte, welche solcherart Bohrungen rechtfertigen. Noch ist es nicht zu spät, diese Gefährdungen für unseren Flecken gänzlich schon vor Beginn etwaiger Messungen und daraus resultierender Bohrungen, wie auch einer späteren Förderung gänzlich auszuschließen!

Der Vorstand des OV Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen und die

Fraktion im Gemeinderat Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen

Damit es wieder summt und Brummt

Anfang Juni diesen Jahres beteiligten sich einige Mitglieder des Ottersberger Ortsverbandes von Bündnis 90/Die Grünen an der Nabu – Aktion „Zählen, was zählt – Insektensommer“. Beim Zusammentragen der Zählergebnisse stellte sich Verwunderung über die geringen, zu beobachtenden Insektenarten dar. Das veranlasste die Teilnehmer, mehr Informationen zur Situation der Insekten zu erhalten.

Leider war der vorige Termin ausgefallen, da die Bahnstrecke Hamburg- Bremen wegen Sturmschaden gesperrt war und Dr. Martin Kubik nicht mehr rechtzeitig kommen konnte. Die Grünen laden nun alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein , um am Freitag, den 05. Oktober um 19 Uhr im Rektorhaus in Ottersberg an einer Informationsveranstaltung teilzunehmen.

Unter dem Titel „ Damit es wieder summt und brummt“ wird der Entomologe Dr. Martin Kubiak von der Hamburger Universität einen Überblick über die Situation der Insekten geben,  Vorschläge für ihren Erhalt machen und Fragen beantworten.

 

Vielen Dank für Ihre Unterstützung.

Mit grünen Grüßen

Erika Janzon

Insektensommer 2018

Insektensommer : „Zählen, was zählt“!
Am 5. Juni, dem internationalen Tag der Umwelt, beteiligten sich Ottersberger Grüne an der Nabu-Mitmachaktion „Insektensommer“. Dafür hatte der Nabu besonders acht Insekten in den Beobachtungsmittelpunkt gestellt : Admiral, Asiatischer Marienkäfer, Blutzikade, Gemeine Florfliege, Hainschwebfliege, Lederwanze, Steinhummel und Tagpfauenauge sollten entdeckt werden.
Ausgestattet mit Infomaterial über diese Insekten🐞, aber auch mit Insektenführern und der Insekten-App begab man sich an die Wümmeufer und auf nahe gelegene Wiesen.
Durch die schon längere Zeit vorherrschende Wärmeperiode war es auch an diesem Nachmittag sehr heiß, sodass die Insektenbeobachtungen dadurch vermutlich beeinflusst wurden. Dennoch konnten von den erwähnten Insekten zig Hainschwebfliegen, 4 Florfliegen, mehrere Asiatische Marienkäfer, 3 Lederwanzen und  eine Blutzikade beobachtet werden.
Zusätzlich sahen die Teilnehmer einige Bienen, Hummeln  und Wespen 🐝, wenige Schmetterlinge, viele seidige Fallkäfer und Mistkäfer, mehrere Grashüpfer, Motten und Libellen.
In der Summierung erscheint es jetzt zahlreich. Nach der Beobachtungsstunde hatte man aber den Eindruck, dass die Insektenzahlen eher ernüchternd gering ausgefallen waren. Dennoch hatten alle Teilnehmer Gefallen an der durchaus als meditativ empfundenen Zählstunde im sommerlichen Grün!
Leider war es , aus welchen Gründen auch immer, nicht möglich, die gemachten Beobachtungen an den Nabu zu senden.
Die Grünen können sich vorstellen, in der zweiten Periode vom 3.-12. August erneut zählend teilzunehmen und hoffen, die dann in den Mittelpunkt gestellten weiteren
8 Insekten entdecken und melden zu können.
Übrigens : Jeder kann sich an dieser 2. Nabu-Aktion beteiligen!

Besuch der Sägerei Holtmeyer

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Beeindruckend : Besuch der Sägerei Holtmeyer

Der Ortsverband von Bündnis 90/Die Grünen durfte am letzten Dienstag die Sägerei der Firma Holtmeyer und Sohn in Narthauen besichtigen. Dabei bekamen die grünen Mitglieder einen Einblick in die vielfältigen Arbeitsabläufe der Holzverarbeitung durch den Chef Stefan Holtmeyer. In dem Unternehmen arbeiten zur Zeit 36 Personen und drei werden ausgebildet.  Vier weitere Mitarbeiter werden zukünftig im neu errichteten Pelletswerk arbeiten. Durch das für Norddeutschland einzigartige Pelletswerk werden Synergieeffekte mit der Sägerei genutzt. Alle anfallenden Abfälle der Sägerei können im neuen Werk zu Pellets verarbeitet werden bzw. im ebenfalls neuen Blockheizkraftwerk zu thermischer und elektrischer Energie und zur Wärmeerzeugung umgewandelt werden. Der Strom wird bei der EWO eingespeist, die Wärme in der Firma genutzt.

Die Mitarbeiter hoben die gute und effektive Zusammenarbeit mit der EWO während der Bauphase noch einmal besonders hervor, was den Ratsmitgliedern und besonders Ludwig Schwarz als E-werksaususschuss- Vorsitzenden gefiel.

Projektleiter Benjamin Rohmeyer erläuterte den Anwesenden die Produktionsweise der Pellets und deren Vermarktung. Da Pelletheizungen sich zunehmender Beliebtheit erfreuen und eine klimaverträgliche Alternative darstellen, ist das Angebot dieses Brennstoffs für die Zukunft gesichert.

Im Juni wird das neu errichtete Werk offiziell eröffnet. Die Bündnisgrünen waren beeindruckt von dem Unternehmen Holtmeyer und seiner zukunftweisenden Arbeitsweise und dankten für den interessanten Einblick.

 

Vielen Dank!

Mit sonnigen Grüßen

Erika Janzon