Bündnis 90/ Die Grünen wenden sich entschieden gegen geplante seismographische Messungen im Zuge von möglichen Erdgasbohrungen im Flecken Ottersberg.

Nachdem nunmehr die DEA ihre Ankündigungen zu weiteren seismographischen Messungen für künftige Erdgasbohrungen auch entlang einer Messstrecke zwischen Quelkhorn bis hin zum Wohngebiet Ottersberg Bhf. beginnen will, stellen wir vom Vorstand des OV Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen und auch von Seiten der Fraktion im Gemeinderat Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen eindeutig klar, dass solcherart Planungen und deren Umsetzungen den entschiedenen Widerstand unseres Vorstandes und unserer Fraktion hervorrufen. Wir lehnen jegliche Anbahnungen zu seismographischen Messungen ab, welche ja im Übrigen auch nicht so ganz „Ohne“ sind, denn da fährt ja schweres Gerät auf, welche nicht nur Risse in umliegenden Gebäuden hervorrufen können, sondern auch regelrechte Erdbeben, wie bereits in Völkersen geschehen, und auch um die in Folge geplanten tatsächlichen Bohrungen zu unterbinden. Die Gemeinde des Flecken Ottersberg hat sich bereits klar gegen Messungen auf gemeindeeigenen Straßen und Flächen ausgesprochen. Die Kreisstraßen jedoch unterliegen diesem Beschluss nicht! Und auch private Grundstückseigner sollten nunmehr für sich eine deutliche Entscheidung treffen, ob sie dieses damit verbundene Risiko auf sich nehmen und verantworten wollen? Darüber hinaus ist es ja einfach auch in der Sache nicht zu verstehen, und auch keinesfalls nachzuvollziehen, wem eine solche Erdgasförderung hier in der Region eigentlich nutzt. Wir stellen uns an die Seite der direkt betroffenen Menschen, aber auch aller, welche sich Sorgen machen, um das künftige Wohlergehen unserer Kinder und Enkelkinder. Die Spätfolgen derartiger Bohrungen kann niemand, auch nicht das Landesamt für Bergbau und Energie ausschließen. Es kann in Folge nicht nur zu Rissen in Gebäuden durch Erdbeben kommen, sondern vor allem eine mögliche, nicht auszuschließende Kontaminierung des Grundwassers bleibt als Gefährdung über Jahrzehnte erhalten. Dies zieht erhebliche Gesundheitsgefährdungen für die hier lebenden Menschen nach sich, und die Umweltschäden daraus sind heute noch nicht abschätzbar. Da es keinerlei zwingende Notwendigkeit gibt, in unserer Region nach Erdgas zu bohren und dieses zu fördern, denn der Bedarf ist auf Jahrzehnte hin sichergestellt, und sollte perspektivisch ohnehin in Richtung der Verwendung erneuerbarer Energien gehen, sehen wir außer einer hohen Gefährdung keine tragfähigen Aspekte, welche solcherart Bohrungen rechtfertigen. Noch ist es nicht zu spät, diese Gefährdungen für unseren Flecken gänzlich schon vor Beginn etwaiger Messungen und daraus resultierender Bohrungen, wie auch einer späteren Förderung gänzlich auszuschließen!

Der Vorstand des OV Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen und die

Fraktion im Gemeinderat Ottersberg Bündnis 90/ Die Grünen